Meldungen aus dem Bezirksverband München
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Lebendige und eindrucksvolle Eindrücke in Italien

Reisegruppe des Bezirksverbands München besucht deutsche Kriegsgräberstätten und erlebt vielfältige kulturelle Höhepunkte

Die Reisegruppe des Bezirksverbands München mit Reisebegleiter Hubert Reiter (Fünfter von rechts) und Bezirksgeschäftfsführerin Stephanie Ritter (Sechste von rechts). Jürgen Zahnd / Volksbund

Auf zahlreiche eindrucksvolle Erlebnisse blicken die 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Rundreise durch Nord- und Mittelitalien zurück. Die elftägige Fahrt vom 17. bis 27. September 2025, durchgeführt vom Bezirksverband München, führte unter anderem zu den deutschen Kriegsgräberstätten in Costermano, am Futa-Pass, in Pomezia sowie in Caira bei Cassino.

An allen Friedhöfen erlebte die Gruppe bewegende Momente der Trauer und der stillen Einkehr. Besonders eindrucksvoll waren jene Augenblicke, in denen Mitreisende an dort bestattete Angehörige erinnerten und deren Lebensgeschichten erzählten – ein lebendiges Beispiel für das oft gesagte „Wenn Steine sprechen könnten“. In würdigem Rahmen folgte jeweils eine Totenehrung mit musikalischer Begleitung.

Die Reise ermöglichte einen unmittelbaren Eindruck der charakteristisch passenden Einbettung der deutschen Kriegsgräberstätten in die unterschiedlichen italienischen Landschaften. In besonderer Erinnerung blieb die philosophisch anmutende Führung des Friedhofsverwalters von Costermano Mauro Agostinetto über „seinen“ Friedhof. Ebenso nachhaltig beeindruckte die eindringliche Schilderung von Nancy Menegoni zum seit Jahren andauernden Schildlausbefall der Schirmpinien in Pomezia – samt den bisher vergeblichen Bemühungen, dessen Ausbreitung einzudämmen. Die Reisegruppe sprach beiden Mitarbeitenden ihre große Anerkennung aus und dankte ihnen ausdrücklich für ihr außergewöhnliches Engagement im Sinne des Volksbundes.

Neben Gedenken und Friedhofsbesuchen stand auch die Vermittlung militär-historischer Zusammenhänge im Mittelpunkt. Hubert Reiter, Organisator, Reiseleiter und ehemaliger Berufssoldat der Bundeswehr, verstand es, die wesentlichen Aspekte des Kriegsgeschehens anschaulich darzustellen und mit Blick in das jeweilige Gelände zu erläutern. Ein Schwerpunkt lag auf den Kämpfen an der Gustav-Linie zwischen deutschen und alliierten Truppen, der Rückeroberung der italienischen Halbinsel sowie dem Vormarsch auf Rom. Aus diesem Grund wurde auch der Kanadische Soldatenfriedhof bei Ortona an der Adriaküste besucht – am gegenüberliegenden Ende der Gustav-Linie.

Dem Gastland Italien erwies die Gruppe ihren Respekt durch den Besuch des Sacrario Militare di Cima Grappa. Die dort geplante Totenehrung der italienischen Gefallenen musste wetterbedingt in die Gedenkkapelle verlegt werden, doch ein gemeinsames Mittagessen im historischen Bergrestaurant entschädigte für Kälte und Regen.

Darüber hinaus bot die Reise vielfältige kulturelle Höhepunkte: die Altstadt von Torri del Benaco am Gardasee, Orvieto mit Dom und Kellergewölben, der Papstpalast in Castel Gandolfo am Albaner See, die historische Altstadt von Gaeta, die Abtei von Montecassino, Bassano del Grappa mit der berühmten Brücke Ponte degli Alpini (Ponte Vecchio) sowie die Franzensfeste der Gemeinde Wipptal auf dem Weg zum Brenner. Bei allen Stationen sorgten fachkundige Führungen für lebendige und eindrucksvolle Einblicke.

Die vom Reiseveranstalter ausgewählten Drei- und Vier-Sterne-Hotels boten den Teilnehmenden angenehmen Komfort und Spezialitäten der regionalen Küche. Einige Häuser lagen zudem strandnah, sodass nach den Tagesetappen sogar etwas „Urlaubsfeeling“ aufkam – mit der Möglichkeit zu einem erfrischenden Bad im Tyrrhenischen Meer oder in der Adria.

Insgesamt war es eine abwechslungsreiche, anregende und zugleich anspruchsvolle Reise mit vielen Tagesetappen, die allen Beteiligten intensive und nachhaltige Eindrücke vermittelte – und zugleich Vorfreude weckt: Bereits jetzt richtet sich der Blick auf die nächste Bildungs- und Erinnerungsreise des Bezirksverbands München nach Verdun vom 8. bis 13. Juni 2026, bei der erneut gemeinsames Erinnern, historisches Lernen und Begegnung im Mittelpunkt stehen werden.

Ein besonderer Dank gilt der Firma Schweizer Bustouristik, die mit einer großzügigen Spende diese Reise ermöglicht und unsere Arbeit in besonderer Weise unterstützt hat.